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Handeln und Verhalten

verhalten sich in einer Gruppe anders als allein (Beispiel: Gruppenpolarisierung).menschen handeln bzw.

Gruppen, Verhaltensweisen zwischen Gruppen (Intergruppenverhalten) und Verhaltensweisen von Individuen innerhalb von Gruppen (Intragruppenverhalten) sind der primäre Forschungsgegenstand der Sozialpsychologie und spielen auch in der Soziologie eine Rolle, sowie, bezogen auf Gruppen in Organisationen, in der Organisationspsychologie.





Grundlagenliteratur

Grundlegende soziologische Beiträge hat George C. Homans (The Human Group) vorgelegt.



Einige Rollen innerhalb von Gruppen

In der Regel kristallisieren sich innerhalb kurzer Zeit in den Gruppen einzelne Positionen heraus, die von einzelnen Gruppenmitglieder eingenommen werden und unterschiedlich ausgefüllt werden (die soziale Rolle kann unterschiedlich gespielt werden). Mit den meisten Rollen identifizieren sich einzelne Gruppenmitglieder bewusst oder unbewusst.

Empirische Beispiele:
.

  • Ein Gruppenführer hat die Funktion, die Gruppe zusammenzuhalten, und bestimmt und koordiniert die Gruppenziele. In Gruppen, in denen es keinen offiziellen Gruppenleiter gibt, wetteifern meist der Beliebteste und der Normentreueste ("Tüchtigste") um diese Position (nach George C. Homans sind beide soziale Rollen unVereinbar).
    • Wer beliebt ist, hat die Funktion, die Gruppe zusammen zu halten; er wird von allen gemocht und verkörpert die emotionale Seite der Gruppenbedürfnisse. Da er die 'Strenge' der Gruppenmaßstäbe gerade nicht verkörpert, ist er als Gruppenführer meist erfolglos, oder er wird unbeliebter.
    • Wer tüchtig ist, verkörpert die normativen Ziele der Gruppe. Damit kann er der Beliebteste nicht sein: "Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die keiner kann."
  • Mitläufer orientieren sich am Gruppenleiter.
  • Der Opponent hat eine besondere Beziehung zum Gruppenführer und hat als starkes mitglied ebenfalls Leitungsqualitäten, ist jedoch nicht zum Führer gemacht worden und macht diesem (unter)bewusst seine Position streitig. Der Opponent ist oft auch dafür verantwortlich, dass soziale Konflike akut werden. Die dabei entstehenden Aggressionen richten sich nicht selten gegen schwächere Mitglieder. Im Kleinen spielt er die Rolle der "Gegenelite" bei Vilfredo Pareto.
  • Sündenbock ist allgemein das schwächste Gruppenmitglied, und er wird verantwortlich gemacht, wenn die Gruppe ein Ziel nicht erreicht hat und die genaue Ursache dessen zu nennen, einer sozialen Zensur unterliegt.
  • Der Außenseiter nimmt ggf. durchaus eine Position in der Gruppe ein, er kann eine Beraterfunktion übernehmen, aber auch der Kasper sein.



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