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Kopftücher für Frauen

Weiterhin werden Kopftücher heute vorrangig aus religiösen und traditionellen Gründen getragen.Das Tragen von Kopftüchern war bis in die 1970er und 1980er Jahre üblich und entsprach der Mode. Später verdrängten andere Kleidungsstücke, wie zum Beispiel Hüte oder Mützen das Kopftuch weitgehend.

Nicht alle Muslime interpretieren diese Stelle als Pflicht, ein Kopftuch zu tragen. Die Begründung für das Tragen eines Kopftuchs durch Frauen ergibt sich für Muslime wohl aus dem Koran, Sure 24:31, der Frauen dazu aufruft, ihre Reize – soweit sie nicht normalerweise sichtbar sind – vor Männern, die nicht mit ihnen verwandt oder verheiratet sind, zu verbergen.Viele muslimische Frauen tragen Kopftuch, einen so genannten Tschador (persisch) oder Hidschab (arabisch), als Teil der Glaubenspraxis. Der Koran spricht hier davon, dass "sie ihr Gewand über ihre Brust ziehen sollen".

Das in dieser Koranstelle bezeichnete Gewand benutzten Frauen damals für den Ausgang, es bezeichnet aber auch eine Kopfbedeckung. Es werden zusätzlich Berichte über das Leben des Propheten Mohammed hinzugezogen. Die Mehrheit der Korangelehrten bezieht sich auch auf Ibn Abbas, einen Wegbegleiter Mohammeds der gesagt haben soll, dass „was normalerweise sichtbar ist“ sich auf „Gesicht und Hände“ bezieht, diese daher nicht bedeckt werden müssen. Eine kleinere Anzahl von Muslimen lehrt jedoch, dass die Frauen sich komplett verhüllen müssen, was eben auch das Gesicht und die Hände mit einschließt.

In der laizistisch und muslimisch geprägten Türkei besteht für Lehrer, Schüler und Studenten sogar ein Kopftuchverbot.Bei den Aleviten, einer eigenständigen Glaubensgemeinschaft, tragen die Frauen kein Kopftuch. Ein besonders extreme Form des verschleiernden Kopftuchs für Frauen ist die Burka, die sogar die Augen hinter einem Netz versteckt, so üblich gewesen in Afghanistan unter dem Taliban-Regime.

Kritiker sehen dieses Senken des Blicks jedoch oft mit weit weniger Nachdruck befolgt als das Kopftuchgebot.Das Kopftuchgebot soll laut dem Koran die Würde der muslimischen Frauen schützen. Es soll zum gegenseitigen respektvollem Umgang der Männer und Frauen beitragen. Ihm steht das gegenseitige Senken des Blicks der zwischen Männern und Frauen gegenüber (Sure 24:30).

Das Kopftuch und sein Symbolgehalt bei muslimischen Frauen ist zentraler Bestandteil des Kopftuchstreits.

Im orthodoxen Judentum bedecken verheiratete Frauen ihr Haar aus religiösen Gründen mit einem Tuch oder einer Perücke.

Frauen aus dem indischen Raum (Hindus) tragen oft einen Sari, wobei ebenfalls die Haare mit einem langen Stück Stoff bedeckt werden.

Christlich-orthodoxe Frauen und Ordensschwestern tragen beim Besuch einer kirche ein Habit mit einer Kopfbedeckung, die oftmals den Kriterien der islamischen kleiderordnung genügen. baptistische Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion) und als Teil der Ordenskleidung bei Ordensschwestern.Im heutigen Christentum kennt man das Kopftuch bei konservativen Christinnen im Gottesdienst (z.B. Bei einer Papstaudienz ist es üblich, dass die Frauen ein Kopftuch tragen.

Kritiker meinen, das Kopftuch stelle heute oftmals ein Mittel zur religiöser Repression dar oder stände im Gegensatz zur individuellen selbstbestimmung.






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